Gute Vorsätze — Der Faulheit den Kampf ansagen!

Vorsätze

Silvester steht kurz bevor. Neben Feuerwerksraketen, „Dinner for One“ und einigen Gläschen Sekt werden wir dabei wieder auf die Tradition des „guten Vorsatzes“ stoßen. Mit dem Ende des vergangenen Jahres gilt es, die in diesem erreichten Erfolge und erlittenen Niederlagen Revue passieren zu lassen, um zugleich Zielsetzungen für 2015 zu formulieren. „Was lief gut und was ging schief? Welche Vorsätze für das kommende Jahr sind realistisch und wie lassen sich diese erreichen?“ Dies sind Fragen, die man sich zumindest einmal pro Jahr stellen sollte — wenn nicht am Silvesterabend, wann dann? Zu einer umfassenden Kritik gehört zuerst das Lob. Machen Sie sich bewusst, was Sie alles erreicht haben anstatt das Jahr mit allgemeiner Unzufriedenheit über das Unerreichte zu starten. Es wird viele Dinge geben, für die Sie sich auf die Schulter klopfen können und an denen sich in den nächsten Monaten anknüpfen lässt. Fangen Sie jedoch keinesfalls damit an, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern beginnen Sie nach der positiven Bestandsaufnahme damit Fehler und Versäumnisse aufzuarbeiten, um aus diesen für die Zukunft zu lernen. Es hört sich abgedroschen an, aber es ist dennoch immer wieder wichtig zu erwähnen: Fehler sind dazu da, damit man aus ihnen lernt. Seien wir ehrlich: Schätzungsweise 90 Prozent haben aufgrund von Faulheit, mangelnder Selbstorganisation oder wenig-sinnvollen Ablenkungen nicht ihr vollständiges Potential zur Geltung gebracht — jenes Potential, das in uns steckt, um uns beruflich wie privat auf die Wege zu führen, die uns glücklich machen. Beim Setzen der erreichbaren Ziele wird einem bewusst, wie sehr diese miteinander verzahnt sind: Sei es eine gesunde Ernährung, die uns einerseits schlanker und schöner erscheinen lässt und andererseits für mehr Ausdauer im Beruf sorgt — oder das Gefühl von beruflichem Erfolg, das die Freizeit umso unbeschwerter genießen lässt.

Es wäre doch sinnvoll, das Finden der guten Vorsätze ernsthafter anzugehen als banale Standardphrasen wie „Ich will mit dem Rauchen aufhören“ oder „Ich nehme 30 Kilo ab“ zu verwenden. Viel zielführender ist es, sich genau zu überlegen, wie man das garstige Tier namens „Innerer Schweinehund“ im folgenden Jahr zur Strecke bringt. Machen Sie sich die folgenden Punkte bewusst, damit am Ende des Jahres 2015 Ihr persönliches Lob umso größer ausfallen kann.

„Am Anfang war das Wort“: Erstellen Sie To-Do-Listen
Manche Menschen denken leider, man könnte alle Planungen ohne jegliche Hilfsmittel im Kopf durchführen. Doch auch ein Hochleistungscomputer wie das menschliche Gehirn benötigt leistungssteigernde Applikationen wie Papier und Schreiber. Denkbar ist auch die Verwendung von moderneren Hilfsmitteln, doch es ist sinnvoll, erst einmal Laptop und Smartphone beiseite zu legen, durchzuatmen und nachzudenken, welche Aufgaben anstehen. Unterscheiden Sie hierbei zwischen den kurzfristigen Herausforderungen der nächsten Stunden und den langfristigen Zielsetzungen für die kommenden Tage, Wochen und Monate. Gehören Sie zu jenen Menschen, die trotz dessen dazu neigen, diese Punkte aus dem Blick zu verlieren, dann hängen Sie sich die Pläne an die Wand, um immer vor Augen zu haben, was als nächstes ansteht. Doch seien Sie gewarnt: Mit dem Erstellen einer To-Do-Liste sind die darauf verzeichneten Punkte noch nicht abgearbeitet.

„Anima sana in corpore sano“ (Ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper): Vergessen Sie Ihre Gesundheit nicht
Während einige Menschen unter Prokrastination (auch „Aufschieberitis“ genannt) leiden, fallen andere in das entgegen gesetzte Extrem, indem Sie sich ohne Rücksicht auf ihre körperlichen Bedürfnisse „Hals über Kopf“ in die Arbeit stürzen, um letztlich daran verzweifeln, dass sie sich nicht ausreichend fit fühlen. Gerade morgens sollte man den eigenen Körper gezielt auf den Arbeitstag einstimmen. Sobald der Wecker Sie aus Morpheus´ Armen gerissen hat, sollten Sie für frische Luft und etwas Bewegung sorgen. Dabei muss man den Tag nicht gleich mit einem Halbmarathon beginnen. Bereits einige Kniebeugen im gelüfteten Zimmer können Wunder wirken. Anschließend sollte man ein kräftiges Frühstück zu sich nehmen, von dem der Körper in den nächsten Stunden zehren kann. Eine Diät, bei der man morgens nichts isst, ist grundsätzlich sinnfrei und lässt Sie recht schnell zusammenklappen. Wer auf „schlanke Kost“ achten möchte, sollte sich lieber beim Abendessen zurück halten und auf Dickmacher wie Feierabend-Biere und die Betthupferl-Schokolade verzichten.

„Das Bewusstsein schafft das Sein“: Sorgen Sie für eine positive Grundstimmung!
Wer griesgrämig, lustlos oder voller Versagensängste an die Arbeit geht, wird vermutlich entsprechend wenig erreichen. Gehen Sie also mit positiven Gedanken an Herausforderungen heran. Vielen Menschen fällt es schwer negative Emotionen beiseite zu wischen und diese durch freudigen Optimismus zu ersetzen, doch es lässt sich trainieren. Ein Anfang ist, sich vor einen Spiegel zu stellen und sich selbst anzulächeln. Allein schon die Bewegung der zuständigen Gesichtsmuskeln und das Erblicken eines freundlichen Gesichts erhellen das Gemüt. Denken Sie dabei an schöne Erlebnisse, die Sie an diesem Tag erwarten und die Erfolge, auf die Sie am Abend zu Recht stolz sein können. Achten Sie auch darauf, sich im Laufe des Tages selbst zu belohnen. Gönnen Sie sich ein leckeres Dessert zum Mittagessen oder während der Arbeitspause einen Spaziergang an einem angenehmen Ort. Bereits morgens können Sie sich auf diese kleinen Belohnung freuen, da Sie sich sicher sein können, dass der ganze Tag nicht so grau sein wird, wie er in den frühen Stunden (gerade im Winter) erscheinen mag.

Diese Anregungen mögen noch kein vollständiges Patentrezept für ein erfolgreiches Leben und das Einhalten von Vorsätzen sein, sie setzen jedoch an den Punkten an, die viele Menschen bereits scheitern lassen, bevor Sie überhaupt die Möglichkeit hatten, ihr Potential zu entfalten. Denn für das Einhalten Ihrer Vorsätze benötigen Sie das dafür notwendige Maß an Willensstärke und Selbstorganisation. Wischen Sie also alles, was diesem zuwiderläuft von sich weg und gehen Sie physisch und psychisch fit all das an, was für Ihr Wohlergehen wichtig ist. Seien Sie vor allem ehrlich zu sich und formulieren Sie realistische Ziele, die Sie mit Hilfe einer positiven Herangehensweise und entsprechender Ausdauer erreichen können.

Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.
Johann Wolfgang von Goethe