Die Bedeutung von Soft Skills

Netzwerke

Längst sind die Zeiten vorbei, als es noch ausreichte, ausschließlich über gute Fachkenntnisse zu verfügen. Denn die Gesellschaft, in der wir leben, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Sie zeichnet sich vor allem durch einen noch niemals dagewesen Vernetzungsgrad aus, der es erfordert, ständig mit den Menschen in unserem Umfeld in Kontakt zu bleiben. Dies gilt auch für den Arbeitsmarkt, wo Netzwerke über den Erfolg von Unternehmen entscheiden.

Schlüsselkompetenzen sind gefragt

Damit berufliches Gelingen auch weiterhin gewährleistet bleibt, legen Unternehmen großen Wert auf Fähigkeiten, die über die bloße Expertise von Mitarbeitern hinausgehen. Dazu zählen vor allem die Soft Skills. Im Gegensatz zur eigentlichen Fachkompetenz, den sog. Hard Skills, handelt es sich bei ihnen um Schlüsselkompetenzen, die sich aus einer Reihe verschiedener Bereiche zusammensetzen und für das Arbeitsumfeld von elementarer Bedeutung sind. Zu den wichtigsten von ihnen zählen soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Empathie und Begeisterungsfähigkeit. Aber auch Durchsetzungsvermögen, Disziplin, Offenheit und Zuverlässigkeit gelten mittlerweile als Grundvoraussetzung für die meisten Stellen.

Der Arbeitsmarkt erfordert Vielfalt

Längst haben Unternehmen begriffen, dass es auf dem Arbeitsmarkt nicht ausschließlich darauf ankommt, einen guten Job zu machen. Denn mittlerweile hängt Erfolg in hohem Maße davon ab, wie gut ein Unternehmen sich präsentieren kann. Eine ebenso wichtige Rolle spielt aber auch das Arbeitsklima im eigenen Hause. Denn nur, wenn Kollegen über eine gute Kommunikation zueinander verfügen, können sie sich produktiv austauschen und im Beruf vorankommen.

Methodische, soziale und individuelle Kompetenzen

Ein wichtiger Pfeiler, auf dem die Soft Skills stehen, ist daher die methodische Kompetenz eines Mitarbeiters. Dabei geht es vor allem um die Fähigkeit, arbeitsrelevante Techniken wie Präsentationsfertigkeit, Entscheidungsstärke und Verhandlungsführung effektiv nutzen zu können. Demgegenüber umfassen die sozialen Kompetenzen Einfühlungsvermögen, Konfliktmanagement, Team– und Kritikfähigkeit. Mit anderen Worten kommt es darauf an, das richtige Händchen für die Kollegen zu haben. Bei den persönlichen Kompetenzen stehen hingegen die individuellen Talente einer Person im Vordergrund. Neben solider Rhetorik, einer guten Auffassungsgabe und einem ausgeprägten Problembewusstsein werden hier vor allem Zuverlässigkeit und Belastbarkeit erwartet. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Umstand zu, dass viele dieser Fähigkeiten erst im Rahmen eines guten Arbeitsumfeldes entfaltet werden können. So reicht es z.B. nicht aus, dass ein Mitarbeiter grundsätzlich kreativ ist. Denn dieses Potential wird kaum ad hoc abrufbar sein. Vielmehr kann es nur genutzt werden, wenn es gelingt, Bedingungen zu schaffen, unter denen Kreativität entstehen kann.

Sympathie als Schlüssel zum Erfolg

Moderne Arbeitskollektive funktionieren nicht, wenn nur die Hälfte der Mitarbeiter an einem Strang zieht. Daher ist es wichtig, dass Kollegen gute Verhältnisse zu einander pflegen. Personen, die über ein hohes Maß an sozialer Intelligenz verfügen, haben meist sensible Antennen für die Gemütslage ihrer Mitmenschen. Gerade diese Fähigkeit erweist sich als Schlüssel zum Erfolg. Denn nur wer weiß, was die eigenen Kollegen gerade bewegt, kann ihnen bei Problemen helfen und sich ihrer Sympathien sicher sein. Daher überrascht es nicht, dass von Führungskräften erwartet wird, stets im Bilde darüber zu sein, in was für einer Situation sich die Mitarbeiter gerade befinden.

Begeisterungsfähigkeit und langfristiger Erfolg

Effektive Führungsarbeit basiert stets auf Autorität. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Mitarbeiter das Gefühl haben sollten, weniger geschätzt zu werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich gerade die Fähigkeit, Kollegen immer wieder neu zu motivieren, als unverzichtbare Voraussetzung für langfristigen Erfolg erweist. Damit dies möglich wird, müssen Führungskräfte jederzeit dazu in der Lage sein, in verschiedensten Situationen mit den richtigen Soft Skills zu reagieren. Denn nur Führungspersonal, das sich flexibel auf Problemstellungen einstellen kann, wird der Komplexität moderner Arbeitsumfelder gerecht.