Konzentrationsverbesserung während der Arbeitszeit

Konzentrationsfähigkeit

Ganz egal, welcher Tätigkeit ein Mensch nachgeht – mit zunehmender Arbeitsdauer verringert sich zwangsläufig die Konzentrationsfähigkeit. Dies gilt für mentale Beanspruchungen ebenso wie für körperliche Arbeit, die im Gegensatz zu ersterer nicht von geistiger Müdigkeit, sondern von physischer Erschöpfung geprägt ist. Gerade in Büroräumen, wo man in der Regel mit mehreren Personen zusammensitzt, bestehen in der Regel zahlreiche Störquellen, die konzentriertes Arbeiten erschweren. Wenn dann noch schlecht gelüftet wird und die Zimmertemperatur zu hoch ist, stellen sich die ersten Ermüdungserscheinungen umso schneller ein. Um bei langanhaltender Belastung für Körper und Geist nicht auf der Strecke zu bleiben und vorhandene Energiereserven zum richtigen Zeitpunkt aktivieren zu können, sollten Sie unbedingt folgende Tipps beachten.

Vergewissern Sie sich Ihrer selbst

Konzentration ist niemals dauerhaft auf ein und demselben Niveau zu halten. Vielmehr erlebt jeder Mensch im Laufe des Tages unterschiedliche Phasen, in denen er sich besser oder schlechter konzentrieren kann. Während die meisten Personen vor allem morgens besonders aufnahmefähig sind, gibt es auch Menschen, deren Konzentrationsfähigkeit in den frühen Abendstunden oder sogar nachts ihren Höhepunkt erreicht. In jedem Fall aber gilt, dass solche Phasen in Form einer Kurve verlaufen, die zunächst ansteigt, nach einer kurzen Kulminationsphase jedoch rasch wieder abfällt. Wie man aus aktuellen Studien weiß, kommt es bereits nach 20 Minuten zu einer ersten Verschlechterung der Konzentrationsfähigkeit, die grundsätzlich von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden kann. Dazu zählen neben der emotionalen Grundstimmung eines Menschen vor allem äußere Störeinflüsse, die den Arbeitsprozess immer wieder unterbrechen und so eine nachhaltige Fokussierung verhindern.

Setzen Sie Ihre Ressourcen sinnvoll ein

Um vorhandene Kapazitäten bestmöglich nutzen zu können, ist es daher besonders wichtig, die eigene Konzentrationskurve genau zu kennen. Grundsätzlich gilt, dass unliebsame Aufgaben nicht aufgeschoben, sondern unverzüglich erledigt werden sollten. Dies hängt damit zusammen, dass wir vor allem anspruchsvolle Tätigkeiten lieber hinten anstellen, uns dann aber weniger gut konzentrieren können. In jedem Fall ist daher unbedingt auf ausreichend Pausen zu achten. Gerade wer im beruflichen Alltag stundenlang im Büro sitzt und auf Bildschirme starrt, braucht im Laufe des Tages immer wieder kleine Auszeiten, die idealerweise an der frischen Luft stattfinden und – falls möglich – mit geringer körperlicher Aktivität gefüllt werden. Akute Müdigkeitsphasen können zudem mit koffeinhaltigen Getränken überbrückt werden, die jedoch nicht übermäßig oft konsumiert werden sollten. Empfehlenswert ist auch der Verzehr von Obst sowie das Trinken von Wasser. Denn Flüssigkeitszufuhr und Vitaminversorgung sorgen dafür, dass sich der Körper schneller von Belastungen erholt und ausreichend Energie tankt. Wenn es um die Nahrungsaufnahme geht, sollten allerdings zu große Portionen vermieden werden, da deren Verdauung den gesamten Körper beschäftigt und Personen deshalb in das berühmte Mittagstief fallen.

Keine Belastbarkeit ohne Ausgleich

Belastungssituationen sind am besten zu verkraften, wenn sie in kurze Ruhephasen münden. Mit anderen Worten: Wer vormittags bereits hochkonzentriert gearbeitet hat, sollte in der Mittagspause ruhig einen Erholungsschlaf in Erwägung ziehen. Dabei reichen bereits 15 Minuten aus, um die Leistungsfähigkeit des Morgens vorübergehend wiederherzustellen. Nichtsdestoweniger sollte man es sich aber nicht allzu gemütlich im Bett machen. Denn verschiedene Studien haben gezeigt, dass Schlafintervalle von mehr als 30 Minuten den gegenteiligen Effekt bewirken können, was zur Folge hat, dass die Konzentration am Nachmittag nicht mehr über ein Mindestmaß hinausreicht. Wer nicht die Möglichkeit zu einem Mittagsschlaf hat, sollte unbedingt versuchen, mehrmals täglich mental für wenige Minuten Abstand von der Arbeitstätigkeit zu gewinnen. Dies gelingt bereits, indem man sich kurz die Beine an der frischen Luft vertritt, die Augen schließt und die Gedanken baumeln lässt. Bei Verspannung eignen sich besonders zielgerichtete Massagen, da sie die Befindlichkeit innerhalb kurzer Zeit merklich verbessern können. Doch denken Sie daran: Eine Massage sollte man definitiv nicht am Arbeitsplatz in Anspruch nehmen, da dies die Kollegen ganz sicher ablenken würde.