So vermitteln Sie einen positiven ersten Eindruck

Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch für einen neuen Job bekommt und es bis zum persönlichen Kennenlernen geschafft hat, kann sich einerseits glücklich über den Erfolg schätzen, andererseits wartet nun eine weitere Herausforderung. Im Vorstellungsgespräch gilt es zu überzeugen und einen positiven ersten Eindruck zu vermitteln. Doch was kommt überhaupt gut an und was nicht? Und haben Sie darauf überhaupt einen Einfluss?

Nonverbale Kommunikation spielt wichtige Rolle

Auch wenn die Studien, die sich mit nonverbaler Kommunikation beschäftigt haben, als umstritten gelten, gehen Experten davon aus, dass die Körpersprache beim Vorstellungsgespräch eine entscheidende Rolle spielt. Sie soll sogar wichtiger sein, als der Inhalt, den wir von uns geben. Der Grund dafür ist, dass unser Gehirn sich innerhalb der ersten paar Millisekunden einen Eindruck von unserem Gegenüber macht und in dieser Zeit ist es quasi unmöglich, etwas zu sagen. Sie sollten daher versuchen, nicht zu verkrampft und zu verschlossen im Gespräch zu wirken. Verschränken Sie weder Arme noch Beine, zeigen Sie eine aufrechte, aber offene Sitzposition und versuchen Sie zu lächeln. Halten Sie zudem Augenkontakt, um Selbstbewusstsein zu vermitteln und kleiden Sie sich für das Vorstellungsgespräch gemäß des Dresscodes des jeweiligen Unternehmens.

Begeisterung und Freude in die Stimme legen

Ist die Begrüßung erledigt und Sie sind an der Reihe, die ersten Fragen zu beantworten, so kommt der zweite Faktor hinzu, der den ersten Eindruck beim Gegenüber weiterhin prägt: Ihre Stimme. Dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, was Sie sagen, sondern vor allem wie. Sprechen Sie langsam, damit man Sie gut versteht. Achten Sie darauf, weder gelangweilt noch zu nervös zu wirken, sondern legen Sie Emotionen wie Begeisterung oder Freude in Ihre Stimme. Zeigen Sie dem Personaler, dass Sie der oder die Richtige für den Job sind und sich schon jetzt auf die neuen Herausforderungen freuen.

Üben für den ersten Eindruck

Sollten Sie sich unsicher sein, wie Sie auf fremde Personen wirken, so bitten Sie gute Freunde um Hilfe. Lassen Sie sich einschätzen und fragen Sie nach Verbesserungsvorschlägen. Wenn Sie ganz mutig sind, können Sie auch fremde Menschen in der Straßenbahn oder dem Bus nach ihrer Einschätzung fragen. Sollten Sie lieber alleine herausfinden wollen, wie Sie wirken, so führen Sie ein imaginäres Vorstellungsgespräch und nehmen Sie sich dabei mit einer Kamera auf. Schauen Sie sich anschließend das Ergebnis an und versuchen Sie unvoreingenommen zu sein. Wie wirkt Ihre Körperhaltung auf Sie? Ist Ihre Stimme klar und deutlich? Wirken Sie positiv oder eher verschüchtert und ängstlich? Wenn Sie erst einmal wissen, an welchen Stellen Sie bei sich arbeiten können, so können Sie Ihre Körpersprache, Gestik und Mimik vor dem Spiegel trainieren, um einen ersten guten Eindruck zu schaffen.

Wenn der erste Eindruck enttäuscht hat

Sollten Sie der Meinung sein, Sie haben im Vorstellungsgespräch nicht überzeugen können, dann bleiben Sie dennoch für das Unternehmen erreichbar, um im Nachhinein überzeugen zu können. Lassen Sie Arbeitsproben dort, falls diese erwünscht sind und betonen Sie, dass Sie erreichbar sind, falls Fragen dazu oder zu anderen Themen bestehen. Sollte es trotzdem nichts mit dem neuen Job geworden sein, verlieren Sie nicht den Mut und bleiben Sie optimistisch. Jedes Vorstellungsgespräch ist auch eine Art Übung, sodass Sie mit der Zeit selbstsicherer werden und einen immer besseren ersten Eindruck vermitteln.