Stolperstein Lebenslauf: So gelingt er garantiert

Die Bedeutung des Lebenslaufs

Die Bedeutung des Lebenslaufs

Der Lebenslauf als elementarer und wichtigster Bestandteil einer Bewerbung wird von vielen immer noch unterschätzt. Sie machen sich Gedanken über originelle Anschreiben, pfiffige Einleitungssätze und ein extravagantes Layout und vernachlässigen darüber das eigentlich Herzstück ihrer Bewerbung.
Der Alltag vieler Personalverantwortlicher lässt es oft nicht zu, sich jede eingehende Bewerbung bis ins kleinste Detail anzusehen. Manchmal entscheidet schon der erste Eindruck über die weitere Berücksichtigung oder das Ausscheiden der Bewerbung. Daher sollte der Lebenslauf so aufgebaut sein, dass schon beim bloßen Überfliegen klar wird, warum die Kandidatin oder der Kandidat auf die ausgeschriebene Stelle passt. Wichtig ist hierbei ein logischer Aufbau, welcher die Fähigkeiten und absolvierten Berufsstationen schnell sichtbar macht. Für einen „Personaler“ gibt es nichts Schlimmeres als sich durch eine Anhäufung von unstrukturierten Informationen kämpfen zu müssen, um auf die Eignung für die zu besetzende Stelle schließen zu können.

Welche Fehler in Ihrem Lebenslauf dazu führen können, für eine Stelle trotz Eignung nicht berücksichtigt zu werden, sollen die folgenden Punkte verdeutlichen.

Zu beachten

Eine unübersichtliche Formatierung des Dokuments ohne Zwischenüberschriften sorgt für Verwirrung bei der Person, die sich einen Überblick über Erfahrungen, Berufsstationen und sonstiger Eigenschaften der Kandidatin oder des Kandidaten verschaffen möchte. Sorgen Sie in Ihrem Lebenslauf also für Übersichtlichkeit hinsichtlich Ihrer Berufserfahrung, Ihres Ausbildungsweges sowie Ihrer zusätzlichen Qualifikationen und Skills.
Auch eine Überflutung mit irrelevanten Informationen zu Ihrer Person kann sich negativ auf den Gesamteindruck des Lebenslaufes auswirken. Seien Sie also sparsam mit dem Aufzählen von Hobbys, Vereinstätigkeiten oder sonstigen Informationen, welche nicht in direktem Zusammenhang mit dem Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle stehen. Ab einer gewissen Berufserfahrung ist es beispielsweise nicht mehr notwendig, alle absolvierten Praktika aufzuführen oder auf die Berufe der Eltern oder Geschwister hinzuweisen.
Um Ihren beruflichen Werdegang möglichst lückenlos nachvollziehen zu können, sollten Sie darauf achten, Berufsstationen immer mit Angabe des jeweiligen Eintritts– und Austrittsmonats zu versehen. Fehlende Monate oder gar Jahre erwecken schnell den Eindruck, etwas verschleiern zu wollen. Zudem ist die ehrliche Angabe von Zeiten, in denen Sie arbeitssuchend waren, ratsam.
Phasen von Arbeitslosigkeit oder beruflichen Auszeiten sind nichts Verwerfliches oder etwas, wofür Sie sich schämen müssen. Also seien Sie ehrlich und vorsichtig im Umgang mit Beschreibungen wie „berufliche Neuorientierung“ oder „Selbstständige Tätigkeit“. Erfahrene Personaler entwickeln im Laufe ihrer Tätigkeit ein Gespür für geläufige Umschreibungen solcher Phasen.
In einem aussagekräftigen Lebenslauf dürfen Tätigkeitsbeschreibungen zu einzelnen Berufsstationen nicht fehlen. Eine bloße Überschrift wie etwa „Softwareentwickler“ reicht bei weitem nicht aus. Fassen Sie kurz zusammen, was Sie entwickelt haben, mit welchen Technologien dies stattfand und ob Sie einzelne Projekte im Team oder allein bewerkstelligt haben. Haben Sie Projekte geleitet oder begleitet, so führen Sie Ihre konkrete Rolle auf und welche Verantwortung Ihnen zugetragen war.
Flüchtigkeitsfehler, grammatikalische Unzulänglichkeiten oder sonstige Fauxpas können unter gewissen Umständen dazu beitragen, dass Ihre Bewerbung sofort auf den Stapel „Abgelehnt“ wandert. Prüfen Sie Ihren Lebenslauf deshalb vor dem Versenden unbedingt auf solche Einfallstore. Lassen Sie einfach eine dritte Person darüber lesen. Eine gewisse Betriebsblindheit kennen Sie sicherlich noch aus Zeiten Ihrer Bachelor– oder Masterarbeit. Getreu nach dem Motto: „Doppelt hält besser.“
Um nicht den Anschein zu erwecken, Sie würden Massenbewerbungen absenden, ist die Aktualität des Lebenslaufes von immenser Bedeutung. Deshalb gehören an das Ende ein aktuelles Datum, der Ort sowie die persönliche Unterschrift. Klar ersichtlich sollten zudem Ihre Kontaktangaben sein. Wie erreicht man Sie am besten telefonisch oder per E-Mail? Verzichten Sie auf lustige E-Mail-Adressen. Im Privatleben mag die Adresse oberchecker@gmx.de vielleicht auf lachenden Beifall stoßen; Ihrer Bewerbung tut sie keinen Gefallen.
Ein Foto im Lebenslauf ist zwar kein Muss, kann sich aber unter gewissen Umständen auch negativ auf Ihre Bewerbung auswirken. Achten Sie also darauf, dass Ihr Portrait der Situation bzw. Bewerbung angemessen ausfällt. Wenn Sie sich als Consultant bewerben, sollten Sie Ihr Bewerbungsfoto auch dementsprechend auswählen. Ein Foto in privater Atmosphäre am Strand wäre dann eher kontraproduktiv. Wecken und schaffen Sie Vertrauen, indem Sie sich durch Ihr Bewerbungsfoto in das optimale Licht rücken.