Top-Arbeitgeber: 5 Tipps, wie Sie den Richtigen finden

Was ist der richtige Arbeitgeber für Sie und wie ist er zu finden? Wie verhindern Sie Fehlentscheidungen bei der Auswahl? Wir geben Ihnen 5 Tipps als Kompass für eine erfolgreiche Stellensuche an die Hand.

1. Persönlicher Werte-Check

Ob man sich in einem Unternehmen langfristig wohlfühlt, wird wesentlich dadurch bestimmt, ob die eigenen Werte mit denen der Unternehmenskultur harmonieren und in welchem Maß sie durch den Job selbst gelebt werden können. Hierzu ist es notwendig, sich mit den eigenen Werten auseinanderzusetzen. Was sich so selbstverständlich anhört, ist bisher keine verbreitete Praxis. Oft wird das sprichwörtliche Pferd von hinten aufgezäumt: Erst kommt die Einstellung - und erst im Laufe der Zeit werden Arbeitnehmern Wertekonflikte bewusst. Sparen Sie sich Umwege und fangen Sie bei Ihren Werten an.

Beispiele für Werte, die vielen Arbeitnehmern wichtig sind:
● Wertschätzung
● Kollegialität
● Work-Life-Balance
● soziale Verantwortung
● Abwechslung
● Flexibilität

Wenn Sie eine solche Liste für sich erstellen, schreiben Sie nicht bloß die Begriffe auf. Formulieren Sie in einem zweiten Schritt, wie sie Ihren Wert konkret verwirklicht sehen. Vervollständigen Sie dazu einfach folgenden Satz, wobei das X für den jeweiligen von Ihnen als wichtig erachteten Wert steht: „X im Bezug auf meine Arbeit bedeutet für mich, dass…“ Beispiel: „Freiheit im Bezug auf meine Arbeit bedeutet für mich, dass ich einen klar abgesteckten Rahmen habe, innerhalb dem ich selbstständig Entscheidungen treffen kann.“

Um für Sie persönlich wichtige Werte zu ermitteln, hilft auch die Vervollständigung folgender Sätze:
● Im Umgang mit anderen schätze ich besonders…
● Ich bin glücklich, wenn…
● Ich ertrage es nicht, wenn…

2. Rahmenbedingungen festlegen: „Kann-" und „Muss-Kriterien“

Prüfen Sie, welche Rahmenbedingungen es bei Unternehmen mit Ihrer Position für Sie gibt. Was ist Standard? Was sind schöne Extras? Was sind unabhängig von Unternehmen und Tätigkeit Kriterien, die für Sie eine große Rolle spielen (z.B. der Arbeitsort)? Sortieren Sie Ihre Liste: Was sind Rahmenbedingungen, die für Sie unabdingbar sind ("Muss-Kriterien") und wo sind Sie kompromissbereit („Kann-Kriterien“)?

Liste von möglichen Rahmenbedingungen:
● finanzielle Vergütung und Zusatzleistungen
● Aufstiegschancen
● Weiterbildungsmöglichkeiten
● Flache Hierarchie
● Flexible Arbeitszeitmodelle / Home-Office
● Firmenwagen, -handy, -laptop
● Teambuilding-Events
● Kantine
● Reputation und Image


3. Arbeitgeberprofil: Worauf achten?

Um sich ein Bild von einem Arbeitgeber zu machen und vergleichbare Profile von verschiedenen Arbeitgebern zu erstellen, die Sie schließlich mit Ihren Werten und gewünschten Rahmenbedingungen abgleichen können, setzen Sie sich gründlich mit Folgendem auseinander:

● Website des Unternehmens, v.a. der Karrierebereich der Homepage
● Auftritt in Social Media Kanälen (z.B. Facebook, Instagram, Xing, LinkedIn)
● Messen, Vorträge und Bewerberveranstaltungen
● Bewertungsportale konsultieren (z.B. Kununu)
● Mitarbeiter fragen (im Bekanntenkreis, über Xing, LinkedIn, Blogs)
● Selbst Kontakt aufnehmen (Bewerbung persönlich vorbei bringen, Praktikum, Telefoninterview)

4. Headhunter und Personalvermittlungsagenturen

Sie können die Suche nach einem Arbeitgeber, der Ihren Vorstellungen entspricht, auch in die Hand Dritter legen. Headhunter und Personalvermittlungsagenturen übernehmen für Sie diesen Job. Prüfen Sie vorab genau, ob und welche Kosten auf sie zukommen und ob es sich um seriöse Anbieter handelt.


5. Selbst von passenden Unternehmen gefunden werden

Da sich in Zeiten des Fachkräftemangels viele Unternehmen selbst auf die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern machen, ist gefunden werden eine echte Option. Die Wahrscheinlichkeit hierfür zu erhöhen liegt in Ihrer Hand. Was hilft:

● Professionelles Bewerberprofil auf Portalen wie Xing und LinkedIn erstellen
● Eine eigene Website zum Zweck der beruflichen Selbstpräsentation erstellen
● Bewerbungsvideo generieren
● Prüfen, ob es in Ihrem Bereich Reverse Recruiting-Aktivitäten oder gar Portale gibt (wie zum Beispiel 4scotty )