Überzeugen Sie mit einem gelungenen Online-Auftritt von Ihrer Person

Öffentliches Erscheinungsbild

Das öffentliche Erscheinungsbild ist Ihre Visitenkarte — bei jeder Bewerbung und darüber hinaus. Zur Öffentlichkeit zählt hierbei nicht nur Ihr Erscheinungsbild, wenn Sie real einer Person gegenüber stehen, sondern auch der persönliche Auftritt in sozialen Medien. Sorgen Sie dafür, dass Sie mit einem positiven Internet-Auftritt dafür, dass Sie gute Chancen haben im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens berücksichtigt zu werden. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie nach einem schlechten ersten Eindruck den Arbeitgeber von Ihren persönlichen Stärken überzeugen können. Stellen Sie sich also so dar, wie Sie gesehen werden wollen — und das schon vor dem ersten persönlichen Kontakt, nämlich bei Xing, Facebook und Co.

Hier geht es zur Checkliste für ein überzeugendes Profil in den sozialen Medien

In sozialen Medien, in denen es explizit um die Präsentation als möglicher zukünftiger Mitarbeiter geht (z.B. Xing), sollte Ihr Profilfoto die Form eines professionellen Bewerbungsfotos haben. Auf anderen Plattformen, deren Sinn vor allem das Pflegen von sozialen Kontakten ist (z.B. Facebook), gilt dies weniger streng. Stellen Sie sich hier seriös, aber dennoch authentisch dar. Fotos, die Sie im Jogginganzug in der Eckkneipe zeigen, qualifizieren Sie nicht wirklich für einen Beruf, in dem ein gepflegtes Erscheinungsbild gefragt ist. Aber auch in das andere Extrem sollten Sie nicht verfallen: Wenn Sie auf jedem der Bilder Anzug und Krawatte tragen, erscheint das sehr schnell aufgesetzt und unauthentisch. Finden Sie also den richten Mittelweg zwischen Freizeitlook und Stil: gegen fröhliche Sommerbilder im Strandkorb oder ein sympathisches Gruppenbild in einer Bar ist hierbei nichts einzuwenden. Zeigen Sie aber auf anderen Fotos, dass Sie sich ebenso im „Business“ zuhause fühlen und sich dementsprechend zu kleiden wissen.

Zeigen Sie sich von verschiedenen Facetten (in Freizeit– und im Business-Look). Vereinigen Sie dabei Seriosität und sympathische Ausstrahlung.
Sowohl bei Ihren Daten als auch Ihren Fotos sollten Sie Wert auf Aktualität legen. Stellen Sie sicher, dass Sie erreichbar sind. Ob man die eigene Telefonnummer angeben möchte, hängt von den persönlichen Überlegungen zum Datenschutz und der jeweiligen Plattform ab. Bei allen Bedenken, sollten Sie sich aber vor Augen führen: Würden Sie eine persönliche Homepage gestalten, dann würde dort höchstwahrscheinlich Ihre Telefonnummer zu finden sein — und der Social-Media-Account ist im Grunde das, was für viele früher die eigene Internet-Seite war. Achten Sie auch darauf, dass Sie mindestens jedes halbe Jahr Ihre Fotos erneuern. Man soll schließlich erkennen, dass Sie auf den Fotos abgebildet sind.

Indem Sie die Inhalte Ihres Profils aktuell halten, sind Sie nicht nur erreichbar und auf den Fotos erkennbar, sondern Sie zeigen auch, dass Sie sich um Ihre persönlichen Angelegenheiten in ausreichender Weise kümmern.
Geben Sie das von sich preis, was Ihr zukünftiger Arbeitgeber wissen sollte. Geben Sie also die relevanten Stationen Ihres bisherigen Lebens an: Studium, Ausbildung, Praktika, Auslandserfahrungen und weitere Qualifizierungen. Ein vollständiger Lebenslauf ist hier nicht notwendig, daher können Sie sich auf das wichtigste beschränken. Wenn Sie beispielsweise einige Zeit in Aushilfsjobs gearbeitet haben, die weder eine sinnvolle Qualifizierung versprachen noch etwas mit Ihrem Haupt– bzw. Wunschberuf zu tun hatten, müssen Sie diese nicht angeben. Auch Lücken wie Arbeitslosigkeit oder ein überlanges Studium können Sie hier unter den Tisch fallen lassen. Später bei der formalen Bewerbung müssen Sie dies aber in Ihrem Lebenslauf angeben und auch diese Phasen Ihrer Biographie überzeugend erklären können.

Zeigen Sie die wichtigsten Stationen Ihres Lebens und geben Sie dabei nur das an, was Sie für den erwünschten Beruf qualifiziert.
Es ergibt keinen Sinn, auf allen Social-Media-Plattformen die gleichen Texte und Fotos zu verwenden. Machen Sie sich interessant, indem man überall Neues von Ihnen erfahren kann. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie keine falschen Dinge über sich behaupten (was Sie generell nicht tun sollten) und dies beim Vergleich der Accounts bemerkt wird. Es wäre fatal, wenn Sie auf einer Plattform plötzlich drei Jahre jünger als auf der anderen sind, oder wenn sich das zweiwöchige Praktikum in St. Moritz anhand einer umfangreichen Fotogalerie als Wintersporturlaub entlarven lässt.

Erwecken Sie nicht den Eindruck, dass Sie alle Ihre Accounts nach einem festen Schema gestaltet haben, aber achten Sie darauf, dass die Inhalte sich gegenseitig untermauern.
Auf manchen Plattformen gibt es die Möglichkeit, das Profil z.B. mit dem Zitat einer berühmten Person abzurunden. Auf entsprechenden Internetseiten finden Sie solche Zitate, die Sie sich als Lebensmotto zu eigen machen können und mit denen Sie zeigen können, dass Sie nicht nur in Ihrem Fach brillieren, sondern auch kulturell gebildet sind. Achten Sie jedoch darauf, dass das Zitat nicht abgedroschen ist oder albern wirkt (problematisch: „Veni, Vidi, Vici“ von Julius Cäsar). Außerdem kommt nicht jede berühmte Person bei allen Arbeitgebern gut an — so sind Zitate von umstrittenen Berühmtheiten (z.B. Kaiser Wilhelm II., Karl Marx oder Richard Nixon) eher mit Vorsicht zu genießen.

Zeigen Sie Ihre umfassende Bildung und Originalität, indem Sie Ihr Profil mit einem gut ausgewählten Zitat schmücken. Belassen Sie es jedoch bei einem, denn ein ganzes Potpourri an geflügelten Worten kann schnell lächerlich wirken.
Wer weiß, ob beim Betrachter Ihres Profils tatsächlich der Eindruck erzeugt wird, den Sie beabsichtigten? Holen Sie sich dazu kompetenten Rat von Menschen, die ein Gespür dafür haben, worauf es bei Ihrem Online-Auftritt ankommt.

Nichts ist von Anfang an perfekt, aber wer Ratschläge annimmt und die persönliche Gestaltung reflektiert, kommt der Perfektion immer näher.

Versetzen Sie Sich beim Abarbeiten dieser Tipps immer in die Rolle eines Arbeitgebers. Würden Sie jemandem mit diesem Online-Auftritt zutrauen, dass dieser der richtige Mitarbeiter in der gewünschten Branche ist? Prüfen Sie alle Ihre Fotos und Inhalte streng anhand dieser Fragestellung und der Weg zu einem perfekten Auftritt in den sozialen Medien ist nicht mehr fern — und das ist mehr als nur ein „I-Tüpfelchen“ in einem Bewerbungsverfahren.