Warum Sie ein kürzerer Lebenslauf zu einem stärkeren Kandidaten macht

Warum Sie ein kürzerer Lebenslauf zu einem stärkeren Kandidaten macht

Warum Sie ein kürzerer Lebenslauf zu einem stärkeren Kandidaten macht

Der Artikel „Wie kann ich mit einem einseitigen Lebenslauf zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden?“ erschien ursprünglich bei Quora – dem Wissens-Network, bei dem Menschen mit einzigartigem Einblick in die Berufswelt komplizierte Fragen von Arbeitnehmern beantworten. Es antwortet Gayle Laakman McDowell, Autor von „Cracking the Tech Carrer“. Natürlich passt Ihre gesamte Karriere nicht auf eine Seite – denn Sie platzieren ja auch nur ihre Höhepunkte auf eine Seite.

Einen Lebenslauf auf eine Seite zu reduzieren, kann Kandidaten dabei helfen, stärker und nicht schwächer auszusehen. Auch wenn sich viele dies nicht vorstellen können.

Personaler sind in der Regel nicht davon beeindruckt, dass ein Bewerber genug Inhalt vorweisen kann, um ganze 3 Seiten zu füllen (das kann jeder). Sich aber auf die besten Aspekte des eigenen Werdegangs zu konzentrieren, vermittelt einen weitaus besseren Eindruck – gerade auch deshalb, weil Personaler einfach nicht alles lesen können.

Nehmen wir einmal an, Karl, ein Personaler in Deutschland, hat einen dreiseitigen Lebenslauf auf dem Tisch, während seine Kollegin Elisabeth lediglich ein einseitiges Exemplar auswerten muss. Dabei werden beide ungefähr 20 Sekunden dafür aufwenden, um Ihren Lebenslauf kurz zu überfliegen (so viel Zeit wird etwa für eine Seite benötigt). Wer aber hat nun den besseren Eindruck vom Bewerber gewinnen können? Die Antwort lautet: Elisabeth. Denn im Gegensatz zu Karl konnte Sie innerhalb der aufgewendeten Zeit mehr Inhalt aufnehmen und den Bewerber daher besser kennenlernen. Zudem stellt sich heraus, dass etwa 2 Drittel dessen, was Karl gelesen hat, gar nicht gut genug gewesen ist, um ein einseitiges Blatt zu füllen. Denn sein Bewerber hat viel Unwesentliches geschrieben.

Gehen Sie daher anders vor und verfahren Sie nach dem Grundsatz: Durchschnitt (Top 10% von allem) > Durchschnitt (Top 50% von allem).



Jeder Satz kostet Möglichkeiten. Möglicherweise kann Ihre Erfahrung bei Teamdebatten dabei nützlich sein, um Ihre Fähigkeiten beim public speaking unter Beweis zu stellen. Sofern Sie aber Seminare an einer Universität vor Studenten geleitet und dabei womöglich sogar eine Auszeichnung erhalten haben, dürfte Ihnen der Verweis auf Ihr erstgenanntes Redetalent vergleichsweise weniger nutzen. Deswegen geht es letztlich nicht nur darum, darüber zu berichten, was man bereits erlebt und erreicht hat, sondern stets mit Bedacht zu wählen, was man davon in die Präsentation der eigenen Person einfließen lässt, um sich in ein denkbar gutes Licht zu stellen. Sehen Sie daher jeden Satz als Ressource, die Sie für eine möglichst gelungene Selbstdarstellung benötigen.
Ein Grund dafür, warum zahlreiche Bewerber mit einseitigen Lebensläufen hadern, besteht darin, dass es viele von ihnen als schmerzhaft empfinden, erreichte Dinge auszusparen. Denn immerhin hat man hart für die jeweilige Sache gearbeitet und möchte, dass dies auch entsprechend gewürdigt wird. Daher ist das Weglassen persönlicher Errungenschaften oft gleichbedeutend mit einer Löschung – dies ist jedoch falsch! Machen Sie sich klar, dass auch hier der Grundsatz gilt: Weniger ist manchmal mehr!

Quelle: huffingtonpost.com