Wie man bei der Jobsuche vom Networking profitiert

Wie man bei der Jobsuche vom Networking profitiert

Arbeitgeber sehen Bewerber als Chance für das eigene Fortkommen und suchen nach Gründen, warum jemand eingestellt werden sollte. Dabei fehlt gemeinhin die Skepsis, von der die klassische Interviewsituation in der Regel geprägt ist. Ganz egal, wie beeindruckend Ihr Lebenslauf und Ihre Leistungen auch sein mögen, sie werden niemals so großen Einfluss auf Ihren potenziellen Arbeitgeber haben wie die Empfehlung einer Vertrauensperson, deren Urteil in der Regel geschätzt wird. Eine derartige Empfehlung wird immer dann in die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch münden, sofern freie Stellen vorhanden sind. In Ausnahmefällen kann eine Einladung aber auch dann ausgesprochen werden, wenn diese nicht gegeben sind. Die Empfehlung einer dritten Person ist aber auch dann hilfreich, wenn man einer von mehreren gleich qualifizierten Kandidaten ist. Diese Zusammenhänge werden letztlich von einer Statistik bestätigt, der zufolge etwa 75 Prozent der vorgenommen Einstellungen das Ergebnis von Mitarbeiterempfehlungen sind. Der zweite Vorteil daraus, potenzielle Arbeitgeber durch persönliche Kontakte kennenzulernen, besteht darin, dass man Vorstellungsgespräche ohne Konkurrenz durch Mitbewerber in Anspruch nehmen kann.

Eine solche Situation kann auf drei verschiedene Arten erfolgen

1. Wenn Sie potenzielle Arbeitgeber durch persönliche Kontakte kennenlernen, erhalten Sie automatisch Einblick auf die Positionen, die mit der Beschäftigung nicht beworben werden. Dabei handelt es sich um 80 Prozent der freien Stellen, die tatsächlich existieren — den verborgenen Arbeitsmarkt. Bei vielen dieser Positionen werden allerdings keine Bewerber in Betracht kommen. Dies liegt daran, dass die anderen Bewerber ihre Anstrengungen auf andere Stellen richten, nämlich auf jene freien Positionen, die ihnen bekannt sind, also die erwähnten anderen 20 Prozent des Arbeitsmarktes.

2. Ein Manager ist immer daran interessiert, seine Abteilung durch die Einstellung von zusätzlichen Talenten zu verbessern. Sobald er auf Sie trifft, kann er darüber entscheiden, ob er eine Position für Sie schafft. Dann wird es auch keine Konkurrenz geben, da die Position ja eigens für Sie ins Leben gerufen worden ist und der Manager deswegen auch keinen Grund hatte, Interviews durchzuführen. Darüber hinaus können aber auch weitere Vorteile aus dieser Situation erwachsen. Denn während eines Bewerbungsgesprächs werden Sie nicht in Hinblick auf eine bestehende Jobbeschreibung eines idealen Kandidaten bewertet. Darüber hinaus gibt es keine vorgegebenen Grenzen für den Umfang Ihrer Verantwortung oder Ihr Gehalt. Die Position wird Ihren Fähigkeiten angepasst und soll Ihre Bedürfnisse erfüllen.

3. Ein Manager hat oft den Plan, in Zukunft zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Wenn Sie über denjenigen Hintergrund verfügen, der gerade gesucht wird, kann er entscheiden, Sie einzustellen. Ein solches Vorgehen ist zudem durchaus vorteilhaft für den Manager. So kann dieser sich nicht nur sicher sein, den richtigen Bewerber zu finden, sondern vermeidet es auch, Zeit für Bewerbungsgespräche aufzuwenden, wodurch sich die Kosten für den Einstellungsprozess drastisch reduzieren lassen.

Listen und Verzeichnisse

Die Unternehmen der Gelbe-Seiten-Gruppe bieten eine Übersicht an Produkten und Dienstleistungen innerhalb eines begrenzten geographischen Bereichs. Diese Quelle ist besonders für das Auffinden kleiner Unternehmen der Branche Ihrer Wahl nützlich. Das benötigte Verzeichnis könnte sich möglicherweise in einer entsprechenden Bibliothek befinden. Sofern dies nicht der Fall ist, können Sie es sicher bei Ihrer regionalen Telefongesellschaft erwerben. Die Industrie– und Handelskammer einer Stadt verfügt zudem oft über eine Liste der wichtigsten Arbeitgeber in der Region. Eine letzte Möglichkeit, ein Unternehmen zu identifizieren, besteht darin, eine Mailing-Liste zu erwerben. Dun Marketing Services und Standard & Poors Corporation werden eine entsprechende Liste von Organisationen erstellen, die Ihren Vorgaben für Industrie, Lage und Größe (entweder in Dollar Volumen oder Anzahl der Mitarbeiter) entspricht.
Networking dient in der Arbeitssuche demselben Zweck wie in anderen Tätigkeiten auch — dem Kennenlernen neuer Leute durch Empfehlungen gemeinsamer Bekanntschaften. Wenn Sie einen Job suchen, können Sie durch entsprechende Empfehlungen zu einem Interview geladen werden, Personen kennenlernen, die Ihnen ein Vorstellungsgespräch vermitteln bzw. nützliche Informationen über Ihre Jobsuche erhalten. Um die Bedeutung von Vernetzung als Strategie der Arbeitssuche wertzuschätzen, müssen Sie die Macht der Empfehlung verstehen.

Diese bietet zwei wesentliche Vorteile

1. Sie erhöht drastisch die Wahrscheinlichkeit, zu einem Interview eingeladen zu werden und Angebote zu erhalten.

2. Sie hat das Potenzial, Interviews unter den bestmöglichen Voraussetzungen verlaufen zu lassen, die darin bestehen, dass Sie keine Konkurrenz durch andere Arbeitsuchende haben. Diese Vorteile werden im Detail in der Diskussion erläutert, die folgt. Hier sind die Networking-Strategien:

Persönliche Kontakte

Die Vermittlung von Interviews durch persönliche Kontakte ist die einzige Strategie, die gleichermaßen für alle Arbeitsuchenden effektiv ist, ganz egal, welches Dienstalter, welche Ziele oder was für Umstände wirksam sind. Daher sollte sie auch die erste Strategie sein, die Sie in Betracht ziehen. Wie erwähnt, erhöht die Appellation an potentielle Arbeitgeber durch persönliche Kontakte Ihre Chancen, zu Jobinterviews eingeladen zu werden und jobrelevante Angebote zu erhalten. Dafür gibt es übrigens einen Grund: Die Tatsache, dass man Sie empfohlen hat, suggeriert, dass Sie über eine profunde Expertise verfügen. Dadurch haben Sie von Anfang an eine exponierte Position und heben sich deutlich von der breiten Masse ab.