Arbeitsproben als Nachweis für die eigene Expertise

Nachweis von Berufserfahrung

Stellen wir eines klar: Der Arbeits– und Stellenmarkt hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren fundamental gewandelt und ist bis heute immer diverser geworden. Seine stark angestiegene Komplexität ist dafür verantwortlich, dass viele Unternehmen sich nicht mehr mit den klassischen Indikatoren für Kompetenz und Leistungsfähigkeit zufrieden geben, die gewöhnlich in den gängigen Angaben zu Berufserfahrung und Soft Skills bestehen, sondern vermehrt auch Nachweise wie Arbeitsproben und Projektlisten einfordern. Keine Ahnung, worum es gerade geht? Dann sind folgende Erläuterungen vor allem an Sie gerichtet, denn in ihnen werden die wichtigsten Fragen beantwortet, die jeder Bewerber heutzutage kennen sollte.

Die Arbeitsprobe – ein aussagekräftiger Kompetenznachweis

Keine Angst! Hier ist mitnichten die klassische Probearbeit gemeint; vielmehr geht es um die Früchte Ihrer bisherigen Tätigkeiten, die noch Jahre nach ihrem Entstehen Zeugnis von der Schaffenskraft eines Bewerbers abgeben. Der Natur der Sache gemäß fallen solche Proben in Abhängigkeit vom jeweiligen Berufszweig natürlich immer verschieden aus. Wo ein Journalist oder Autor Artikel bzw. ein Manuskript vorlegen kann, wird ein Grafikdesigner eher Zeichnungen und Entwürfe in seine Bewerbungsunterlagen legen, während ein Fotograf zwangsläufig auf Bilder zurückgreifen sollte. Um zu vermeiden, dass die einzureichenden Unterlagen im wahrsten Sinne des Wortes den Rahmen sprengen, kann man Arbeitsproben auch auf digitalem Wege anhängig machen. Falls Sie sich doch für den konventionellen Versand per Post entscheiden, muss unbedingt auf die richtige Reihenfolge der einzelnen Dokumente geachtet werden, in der sich die Arbeitsprobe stets hinter dem Lebenslauf befindet.

Voraussetzungen für eine gelungene Projektliste

Bei der Ausgestaltung einer Projektliste sind den Bewerbern hingegen nicht die Hände gebunden. In Abhängigkeit zu den eigenen Vorlieben kann man hier selbst entscheiden, welche Aspekte man aufnehmen möchte. Damit diese Freiheit nicht zu einer Qual wird, werden im Folgenden einige Punkte genannt, die wir für besonders wichtig halten.

  1. Kontaktdaten mit Name und Anschrift
  2. Nennung der bedeutendsten Projekte des beruflichen Schaffens
  3. Projektspezifische Daten wie Kosten, Zeitrahmen und Arbeitsbedingungen
  4. Wichtige Erläuterungen zu den einzelnen Projekten
  5. Eine retrospektive Auflistung der Projekte, beginnend von der Gegenwart

Ebenso wichtig wie eine übersichtliche Nennung der eigenen Projekte, ist es, deren Liste möglichst akkurat und gründlich zu gestalten. Rechtschreib– und Interpunktionsfehler sollten demnach ebenso vermieden werden, wie die Praktik mehr als eine DIN-A4-Seite zu füllen.

Was ist der bessere Nachweis für die eigene Expertise?

Für gewöhnlich geben Unternehmen selbst darüber Auskunft, welchen Gütenachweis sie von ihren Bewerbern neben den klassischen Unterlagen erwarten und wie diese einzureichen sind. Aber auch, wenn weder Arbeitsproben noch Projektliste explizit eingefordert werden, kann es in manchen Fällen durchaus Sinn ergeben, die eigene Bewerbung um eines von beiden zu erweitern. Die Frage, wann sich ein solches Vorgehen lohnt, muss allerdings jeder für sich selbst beantworten.

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