Das Mitarbeiter-Skillset für das Zeitalter der Automatisierung

Welche Hard- und Softskills werden zukünftig benötigt? Erfahren Sie, welche Fähigkeiten Mitarbeiter für die Arbeit in digitalen Unternehmen mitbringen müssen.

 Consultant erklärt den Unterschied zwischen Digitalisierung und Digitale-Transformation

Die Einführung neuer Technologien am Arbeitsplatz geht seit der industriellen Revolution auch mit einem Qualifikationswandel einher. Die Einführung von Automatisierungslösungen und Künstlicher Intelligenz (KI) wird weitere zahlreiche Vorteile in Form von höherer Produktivität, BIP-Wachstum, verbesserter Unternehmensleistung und neuem Wohlstand mit sich bringen, aber sie wird auch die Anforderungen an die Fähigkeiten der menschlichen Arbeitskräfte verändern und den Qualifikationswandel noch einmal beschleunigen.

Manuelle Fertigkeiten immer weniger gefragt

Die Frage, die sich Beschäftigte wie Unternehmen gleichermaßen in diesem Zusammenhang stellen müssen, lautet: Welche Hard- und Softskills werden benötigt, um diesen monumentalen Wandel in der Wirtschaft zu bewältigen? Es gibt keine zwei Meinungen darüber, dass die Nachfrage nach technologischen, sozialen und emotionalen sowie nach höheren kognitiven Fähigkeiten deutlich steigt. Der Bedarf an körperlichen und manuellen Fertigkeiten ist seit 15 bis 20 Jahren rückläufig und dieser Rückgang wird sich mit der Automatisierung deutlich verschärfen.

Schlüsselqualifikationen überprüfen

Um den Grad der angewandten Technologie- und Digitalkenntnisse bei seinen Mitarbeitern zu eruieren und gegebenenfalls zu entwickeln, müssen in einem ersten Schritt die Ziele, die das Unternehmen mit seiner Digitalisierungsstrategie verfolgt, festgelegt und die erforderlichen Fähigkeiten für jede strategische Position definiert werden. Anhand der so definierten Schlüsselqualifikationen kann überprüft werden, ob die Mitarbeiter mit den notwendigen Skills für die Positionen ausgestattet sind. Dieser Schritt ist wichtig, da viele Unternehmen per se davon ausgehen, dass die Mitarbeiter – vor allem aber die Führungskräfte - über die erforderlichen Skills verfügen, was aber oft nicht der Fall ist.

Fähigkeiten schulen oder dazukaufen

Ein Abgleich der aktuellen Skills mit den notwendigen Skills nach der Digitalisierung zeigt den Umfang des Schulungsbedarfs auf. Für die Analyse des Schulungsbedarfs können Kompetenzprofile, Interviews, Fokusgruppen und Beobachtungen am Arbeitsplatz eingesetzt werden. Die Ergebnisse geben Aufschluss, über welche Fähigkeiten die Mitarbeiter verfügen, wer in welchem Umfang geschult werden muss und welche Fähigkeiten neu eingestellt werden müssen. Mit diesen Informationen bewaffnet, können dann geeignete Schulungspläne erstellt werden.

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  • Kostensenkung
  • Effizienzsteigerung
  • Mitarbeiterentlastung

IT- und Programmierkenntnisse auf der Hitliste

Gerade bei Person mit einem Job mit hohem Automatisierungspotenzial sind die Verantwortlichen gut beraten, gründlich darüber nachzudenken, wie diese Mitarbeiter vorhandene Defizite kompensieren können. Fortschrittliche Automatisierungs- und KI-Technologien erfordern Menschen, die verstehen, wie sie funktionieren und die in der Lage sind, sie weiterzuentwickeln und anzupassen. Die Ausbildung und Entwicklung grundlegender digitaler Fähigkeiten für die Arbeit im aufziehenden Automatisierungszeitalter wird dabei unabdingbar sein für eine weitere Beschäftigung im Unternehmen. Fortgeschrittene IT- und Programmierkenntnisse werden dabei ganz oben auf der Hitliste der wichtigsten Fähigkeiten stehen, die in den nächsten Jahren benötigt werden.

Mitarbeiter sollten künftig neben technischem Verständnis aber auch über die Fähigkeit verfügen, gut mit anderen zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten, Probleme zu lösen und über den Tellerrand hinauszudenken, sowie emotionale Intelligenz einzusetzen. Der Bedarf an sozialer und emotionaler Kompetenz wird rasch zunehmen, da auch künftig Maschinen diese Fähigkeiten – wenn überhaupt - nur bedingt beherrschen.

Kognitive Flexibilität nicht automatisierbar

Auch wenn Maschinen viele kognitive Eigenschaften besitzen, bleibt es immer noch dem Menschen vorbehalten, in einer Welt voller Mehrdeutigkeiten und Nuancen Zusammenhänge zu verbinden, zu interpretieren und sich vorzustellen. Die kognitive Flexibilität erlaubt es dem Menschen, sein Verhalten an die sich verändernde Umgebung anzupassen. Es ist die Fähigkeit, sich von einer vorherigen Aufgabe zu lösen und effektiv auf eine neue zu reagieren. Flexibilität ist erforderlich, um die Automatisierung von komplexen Vorgängen zu bewältigen. Höhere kognitive Fähigkeiten wie Kreativität, kritisches Denken, Entscheidungsfindung und komplexe Informationsverarbeitung zählen deshalb eindeutig zu den Softskills der Zukunft.

Kreativität wird sich auszahlen

Gerade Kreativität erfordert ein Maß an intuitiver Zufälligkeit, die von der KI noch nicht nachgeahmt werden kann. Denn Kreativität erfordert ein hohes Maß an Vorstellungskraft und kreative Analyse und ist deshalb schwer zu automatisieren. Computer sind zwar gut in der Optimierung, aber nicht so gut im Umgang mit gesundem Menschenverstand. Die Qualität der Zufälligkeit und die Fähigkeit, etwas aus Ideen aufzubauen, wird sich in Zukunft auszahlen.

Emotionale Intelligenz unverzichtbar

Da Maschinen Menschen nicht wie andere Menschen verstehen, motivieren oder mit ihnen interagieren können, somit beispielsweise auch kein Mitgefühl zeigen können, bedarf es bei zunehmender Automatisierung entsprechend auch emotionaler Intelligenz. Selbstbewusstsein, Selbstmanagement, Motivation, Empathie, einfühlsames Zuhören, Stressbewältigung und soziale Fähigkeiten als wesentliche Elemente der emotionalen Intelligenz können nicht automatisiert werden und sind deshalb vor allem in einer digitalisierten, automatisierten Welt aus humanitärer Sicht unverzichtbar. Denn während die Lohn- und Gehaltsabrechnungen von einer Maschine verwaltet werden können, kann die Mitarbeiterbindung niemals automatisiert werden.

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Entscheidungen werden von Menschen gefällt

Als das effektivste Werkzeug des menschlichen Geistes zählt auch die kritische Denkfähigkeit zu den gefragtesten Fähigkeiten auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt. Unabhängig davon, wie weit die Entwicklung von KI in den kommenden Jahren voranschreiten wird, müssen Urteile und kritische Entscheidungen immer noch von Menschen getroffen werden. Nicht zuletzt deshalb konzentrieren sich immer mehr Bildungseinrichtungen auf die Ausbildung dieser komplexen kognitiven Fähigkeit.

Strategisches Denken als Basis jeglicher Digitalisierung

Damit die neuen Technologien ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die Unternehmen ihre Unternehmensstrukturen und ihre Arbeitsweisen umstellen. Dazu ist strategisches Denken nötig. Unternehmen, die sich der Bedeutung der Einführung von innovativen Technologien bewusst sind, betrachten die Dinge aus strategischer Sicht. Denn für die Automatisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen müssen Unternehmen ein genau definiertes Verfahren für die Implementierung und Umsetzung von Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekten entwickeln, bevor sie viel Geld und Zeit für KI-Initiativen ausgeben. Der digitale Wandel erfordert eine Neugestaltung der Geschäftsprozesse und eine neue Konzentration auf die Talente, die den digitalen Wandel erfolgreich mitgestalten. Als Folge wird sich die Zusammensetzung der Arbeitsplätze und Qualifikationen verschieben. Einige Arbeitsplätze werden nach der Automatisierung schrumpfen, während andere wachsen werden. Die grundlegend veränderte Organisationsstruktur wird zu einer Verlagerung hin zu funktionsübergreifender und teambasierter Arbeit und einer Betonung der Agilität führen.

Es geht um Skills und nicht um Zeugnisse

Im Gegensatz zu traditionellen Hierarchien, die hauptsächlich auf Stabilität ausgelegt sind, setzen agile Organisationen in erster Linie auf Dynamik. Sie bestehen in der Regel aus einem Netzwerk von Teams, leben von einer stärker funktionsübergreifenden Zusammenarbeit und zeichnen sich durch schnelles Lernen und schnelle Entscheidungszyklen aus. Die Entflechtung und Neubündelung der Arbeit erhöhen dabei die Effizienz der Unternehmen.

In der Arbeitswelt von Morgen geht es deshalb in erster Linie um Fähigkeiten und nicht unbedingt um Abschlüsse und Zertifikate. Die Automatisierung verändert die Organisation und Belegschaft nachhaltig. Man kann es für gut oder für schlecht befinden, Tatsache ist, dass die beschriebenen Fähigkeiten für jeden Einzelnen unverzichtbar werden, der auf seinem Gebiet relevant bleiben möchte, wenn sich die Automatisierungs- und Digitalisierungsspirale immer weiter und immer schneller dreht.

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