8 Tipps für den ersten Tag im neuen Job

Der Neustart

Für viele Arbeitnehmer ist der erste Tag im neuen Job mit einer Reihe quälender Fragen verbunden. Neben Überlegungen zum passenden Outfit und einem angemessenen Auftreten gegenüber den Kollegen bereitet vor allem das Aufeinandertreffen mit dem neuen Chef Kopfschmerzen. Um die Generalprobe des ersten Tages erfolgreich zu bestehen und nicht gleich bei erster Gelegenheit ins Fettnäpfchen zu treten, sollten Sie folgende Tipps befolgen.

Unsere Tipps

Jeder kennt das vielzitierte Diktum „Zeit ist Geld“. Obwohl oder gerade weil dieser weitverbreitete Grundsatz auch heute noch uneingeschränkt gilt, übersehen zahlreiche Arbeitnehmer, dass eine solide Zeitplanung immer auch Zeugnis von der Organisationsfähigkeit einer Person ablegt. Richtig ist, dass Pünktlichkeit zwar immer einen positiven Eindruck vermittelt, doch sollte man es tunlichst vermeiden, sich hier zu wenig Zeit zu nehmen. Denn vor allem Mitarbeiter, die gerade einen schlechten Tag erwischt haben, unter Stress leiden oder aus anderen Gründen unvorbereitet sind, können ein zu frühes Erscheinen am Arbeitsplatz als zusätzliche Belastung verstehen und daher ungehalten reagieren. Will man hingegen etwaige Verspätungen vermeiden, sollte man sich bereits im Vorfeld mit den Lokalitäten des neuen Arbeitsplatzes vertraut machen, indem man die Anfahrtswege abfährt und den Verkehr von zu Hause bis zum Büro während der Hauptverkehrszeiten beobachtet. Darüber hinaus ist es wichtig, ausreichend Zeit einzuplanen, damit man im Falle unerwarteter Verzögerungen nicht Gefahr läuft, ins Schwitzen zu geraten. Auch empfiehlt es sich, stets die direkte Durchwahlnummer Ihres neuen Arbeitsplatzes parat zu haben, damit man im Bedarfsfall die Möglichkeit hat, eine Verspätung anzukündigen.
Wie schon beim Bewerbungsgespräch kann man auch beim ersten Arbeitstag von einer gewissenhaften Vorbereitung profitieren. Daher gilt: Nehmen Sie nichts auf die leichte Schulter, sondern versuchen Sie, möglichst viele Informationen über Ihr neues Unternehmen zur Kenntnis zu nehmen, die sie dann in persönlichen Gesprächen gegenüber Kollegen einbringen können. Dies signalisiert Interesse und fördert die Einbindung in ein neues Arbeitskollektiv.
Wissen Sie noch? „Kleider machen Leute“. Anhand der Art, wie man sich kleidet, lässt sich eine Person bereits in ein Grobraster einordnen. Daher ist es wichtig, in stilistischen Fragen nicht zu sehr aus der am neuen Arbeitsplatz verbreiteten Norm auszuscheren. In einem soliden Bürobetrieb mag ein schickes Sakko durchaus angebracht sein – ein Nadelstreifenanzug mit Krawatte und silbernen Manschettenknöpfen dürfte hingegen eindeutig über das Ziel hinausschießen und bei den Kollegen den Eindruck erwecken, man halte sich für etwas Besseres oder habe nicht mehr alle Tassen im Schrank. Im Gegensatz dazu ist aber unbedingt auch darauf zu achten, dass man nicht zu leger gekleidet ist. Jogging– und Sportanzüge, zerknitterte Hemden und schmutzige Hosen sollten daher also unbedingt vermieden werden.
„Wie Du mir, so ich Dir“. Überall dort, wo wir mit unseren Mitmenschen zu tun haben, gilt, dass erfolgreiche Zusammenarbeit am besten funktioniert, wenn jeder das eigene Verhalten an einem möglichst freundlichen Umgang orientiert. Gerade Neueinsteiger sollten also grundsätzlich darauf achten, jedem Kollegen mit ein und derselben Freundlichkeit zu begegnen. Da man in der Anfangsphase so sehr von der Hilfsbereitschaft der Kollegen angewiesen ist wie niemals sonst, kann auch ein gesundes Maß an Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft nicht schaden. Doch ist auch hier Obacht geboten: Achten Sie in jedem Fall darauf, positives Verhalten nicht zu übertreiben – denn sonst gelten Sie schnell als devot und verlieren rasch das Ansehen ihrer Kollegen.
Oftmals unterschätzt, jedoch von großer Bedeutung, ist die nonverbale Kommunikation, da sie unbewusst ein Bild vom Charakter einer Person transportiert. Ein Mensch, der gebückt geht, abgesackte Schultern durch den Raum schleppt und seinen Kollegen mit gesenktem Haupt gegenübertritt, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als gewinnbringende Erweiterung des Personalbestandes empfunden werden. Im Gegensatz dazu signalisieren ein aufrechter Gang und direkter Blickkontakt Entschlossenheit und Selbstsicherheit – Fähigkeiten, die Ihre Kollegen sicher zu schätzen wissen.
Machen Sie sich klar, dass neue Mitarbeiter nicht zwangsläufig als Bereicherung, sondern immer wieder auch als Herausforderung bzw. Bedrohung empfunden werden. Daher sollten Sie auf keinen Fall den Anschein erwecken, überengagiert zu sein und sich schon am ersten Tag durch übersteigerten Arbeitseinsatz Sporen beim Chef verdienen zu wollen. Ganz im Gegenteil: Geben Sie sich bescheiden und solidarisieren Sie sich mit Ihren Kollegen, auf deren Unterstützung Sie angewiesen sind.
Viele Menschen versuchen gesteigerte Nervosität durch übermäßiges Reden zu übertünchen. Was sich zunächst als gut geeignete Maßnahme zur Verschleierung eigener Schwächen anhört, dürfte vielen Kollegen schon bald gehörig auf die Nerven gehen. Andererseits sollte man aber auch nicht den Fehler begehen, wenig bzw. gar nichts zu sagen und sich Antworten im wahrsten Sinne des Wortes aus der Nase ziehen zu lassen. Grundsätzlich gilt: Der Mittelweg ist ideal. Stellen Sie sicher, dass zwischen Ihnen und den Kollegen stets eine gute kommunikative Bindung besteht – trauen Sie sich ruhig, bei Fragen das Wort zu ergreifen und zeigen Sie Ihren Kollegen Dankbarkeit für ihre Hilfe. Da jedes Arbeitskollektiv mindestens in zwei Lager gespalten ist, dürfen Sie unter keinen Umständen etwaige Spannungen mittragen, sondern sollten sich aus derartigen Vorgängen heraushalten, um nicht zwischen die Fronten zu geraten.
Wie erwähnt, kommt es hier auf den richtigen Mittelweg an. Daher sollten Sie weder zu offensiv noch übermäßig zurückhaltend auftreten. Der erste Arbeitstag bringt es mit sich, dass man Ihnen bestehende Arbeitsprozesse angemessen erklärt und Ihnen dabei hilft, sich schnell und möglichst selbstständig zurechtzufinden. Am besten ist es, wenn Sie sich gegenüber Ihren Kollegen als aufgeschlossener, interessierter und sympathischer Zeitgenosse präsentieren. Zeigen zudem aber immer auch eine klare Kante – neuen Bekanntschaften treten sie selbstbewusst, freundlich, jedoch auch mit einer gesunden Distanz gegenüber. Ihren Vor– und Nachnamen sprechen sie stets deutlich und nicht zu schnell aus, der obligatorische Händedruck ist fest und ausreichend lang. Darüber hinaus vermeiden Sie es, wichtige Informationen zur eigenen Person unnötig umständlich zu formulieren. Denken Sie daran: Je klarer Ihr Auftreten ist desto besser werden Sie für Ihre Kollegen wahrnehmbar.

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