Ein Leben lang lernen

Der Lernprozess

Viele Menschen sind der Meinung, dass Lernprozesse Dinge seien, die vor allem im ersten Drittel des Lebens eine große Rolle spielen. Dabei – so meinen sie – komme es besonders in dieser Phase darauf an, ein möglichst breites Fundament zu legen, um die Herausforderungen des späteren Lebens meistern zu können. Derartige Vorstellungen haben sich mittlerweile jedoch als grundlegend falsch erwiesen. Denn mittlerweile ist klar, dass Lernprozesse immer notwendig sind, um sich auf Neues einzustellen, ganz egal, ob man gerade erst in die Berufswelt eingestiegen oder bereits seit 20 Jahren dort tätig ist. Auch für Arbeitgeber stellt die Lernfähigkeit ihrer Mitarbeiter eine wichtige Kompetenz dar, die im Zweifelsfall über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann. Dies sollte jedoch kein Grund für Nervosität sein, da es gute Gründe gibt, um Lernprozesse positiv zu gestalten.

Lernen macht Spaß

Die Vorstellung, ein Leben lang zu lernen, dürfte bei vielen Menschen zunächst für weiche Knie sorgen. Dies hat vor allem damit zu tun, dass wir uns bei dem Gedanken an Lernen vor allem an unsere frühe Lebensphase erinnern – also an Schule, Ausbildung und Studium, und damit an eine Zeit denken, als das Lernen stets von einem gewissen Leistungsdruck begleitet wurde, den wir in der Retrospektive als unangenehm empfinden. Trotzdem kennt aber fast jeder auch die Erfahrung, dass Lernen Spaß machen kann. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sich rasch Erfolge einstellen, die dazu motivieren weiterzumachen. Deswegen sollte man sich grundsätzlich eher auf Positives besinnen und sich keine unnötigen Sorgen machen. Wie man Lernprozesse mit einem gesunden Enthusiasmus angehen kann, soll daher im Folgenden kurz anhand einiger Tipps veranschaulicht werden.

Ohne Mühe kein Erfolg

Die Fähigkeit, komplexe Problemkonstellationen zu bewältigen, hängt maßgeblich davon ab, ob man in der Lage ist, das eigene Wissen miteinander zu verknüpfen. Gerade im modernen Arbeitsleben kommt es mehr denn je darauf an, selbstständig Probleme zu lösen. Deswegen sind viele Unternehmen bereits seit geraumer Zeit dazu übergegangen, viel Geld in die Fort– und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren. Darin liegt aber auch eine große Chance für jeden Einzelnen, denn:

  • Spezialwissen qualifiziert Sie für besonders anspruchsvolle Aufgaben und macht Sie daher für Ihren Arbeitgeber unentbehrlich
  • Kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen zahlen sich nicht nur im eigenen Betrieb aus, sondern steigern Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt
  • Lernbereitschaft signalisiert das Streben nach Aufstieg und ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere
  • Lernprozesse sind für die persönliche Entwicklung von Personen förderlich, weil sie langfristig das Denken verändern und die Entwicklung komplexer Gedanken ermöglichen

Lernen macht glücklich

Wie erwähnt, sind Lernprozesse gerade am Anfang anstrengend, können auf Dauer viel Energie kosten, mitunter gar Frustration auslösen und manch einen sogar depressiv werden lassen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass sich die Mühe letztlich immer für diejenigen auszahlt – welche es schaffen, langfristig am Ball zu bleiben und die auftretenden Schwierigkeiten zu überwinden. Das Glücksgefühl, das ein Mensch empfindet, wenn die eigenen Mühen schließlich in einen Erfolg münden, ist so groß, dass nicht wenige gar nicht mehr darauf verzichten möchten.

Auch andere profitieren vom eigenen Lernen

Es muss klar sein, dass der Erwerb von Wissen längst nicht nur dem Individuum zu Gute kommt. Denn vor allem in der Arbeitswelt, in der es auf eine gut funktionierende Kommunikation ankommt, erweist sich Wissenstransfer als unabdingbarer Nebeneffekt. Wenn Sie also über ein großes Wissen verfügen, können Sie dieses ihren Kollegen vermitteln, wodurch diese letztlich ebenso profitieren werden wie Sie.

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