8 Tipps für eine nachhaltige Kompetenzentwicklung

Individualkompetenz

Rapide Veränderungen in sozialen, strukturellen und technologischen Bereichen zwingen Unternehmen immer mehr dazu, die Anforderungen an die eigenen Mitarbeiter zu erhöhen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Individualkompetenz von Personal heutzutage mehr denn je zum Garant für dauerhaften Unternehmenserfolg geworden ist. Die Synergien dieses Potentials zu entwickeln, zu verwalten und akkurat zu kanalisieren, muss daher höchste Priorität haben. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie es am besten gelingt, vorhandenes Potential optimal auszuschöpfen.

Was sind Kompetenzen?

Vielen Menschen ist nicht klar, worum genau es sich bei dem Begriff Kompetenz überhaupt handelt. Der Ursprung des Wortes leitet sich von dem lateinischen Verb „competere“ ab, das man am besten mit „zu etwas fähig sein“ übersetzen kann. Auf die heutige Zeit übertragen, lässt sich daher Folgendes über Kompetenzen sagen: Kompetent ist ein Mensch, der in schwierigen Situationen aufgrund seiner Erfahrungen intuitiv das Richtige tut.

Aus der Sicht eines Unternehmens sind vor allem folgende Aspekte relevant

  • Anforderungen, die zukünftig benötigt werden, können an die Fähigkeiten der Mitarbeiter angepasst und diese individuell und gezielt dahin entwickelt werden
  • Es kann sichergestellt werden, dass richtige Kompetenzen für bevorstehende Herausforderungen sowie für eine erfolgreiche Strategieumsetzung vorhanden sind
  • Kosten können durch individuellen Maßnahmen drastisch reduziert werden. Lernen und Entwicklung erfolgen nur noch on demand
  • Die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter können erhalten und gefördert werden.
  • Alle Mitarbeiter werden bei ihrem Lernprozess unterstützt und können sich entsprechend ihrer Fähigkeiten weiterentwickeln
  • Es werden ausschließlich die richtigen Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden. Damit sind vor allem Menschen gemeint, die dazu in der Lage sind, sich selbstständig und eigenverantwortlich zu entwickeln und die gemachten Erfahrungen mit den Kollegen zu teilen
  • Zukünftige Führungskräfte werden systematisch entwickelt. Der Führungsstil wird innerhalb der Lern– und Entwicklungseinheiten vorgelebt und ist für alle sicht– und lernbar
  • Eine kompetenzbasierte Mitarbeiterentwicklung fördert das Employer Branding und hilft effektiv dabei, die Kosten für das Recruiting zu reduzieren, da viele zukünftige Mitarbeiter überaus großen Wert auf die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten legen

Für Mitarbeiter spielen hingegen folgende Aspekte eine wichtige Rolle

  • Mitarbeiter entwickeln gezielt die individuell notwendigen Kompetenzen und können diese Fähigkeiten direkt im beruflichen und privaten Umfeld nutzen
  • Mitarbeiter haben die Möglichkeit, selbstorganisiert Wissen zu generieren, sofern sie dieses im Rahmen ihrer Tätigkeit auch benötigen. Durch die in-und externe Bereitstellung von relevanten Informationen sowie durch den Austausch von auf Erfahrung basierendem Wissen mit Kollegen, kommt es binnen kurzer Zeit zur Herausbildung von Kompetenzen
  • Persönliche Karriereschritte können besser realisiert werden, indem man sich auf die eigenen Stärken konzentriert
  • Es fällt insgesamt leichter, sich auf bevorstehende Herausforderungen vorzubereiten und diese zu bewältigen. Wenn sie heute schon wissen, welche Anforderungen in einem Jahr auf sie zukommen, sind sie in der Lage, die notwendigen Entwicklungsschritte zu planen und umzusetzen
  • Das eigene Entwicklungspotenzial wird besser sichtbar und kann unumwunden genutzt werden. Dadurch wird es möglich, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und diese dann vollständig zur Entfaltung zu bringen
  • Mitarbeiter sind in der Lage, berufliche und private Ziele besser zu erreichen, weil sie stets nur das tun, was ihren Stärken und Neigungen gerecht wird. Bei der Kompetenzentwicklung werden immer mehr auch universale und persönliche Fähigkeiten entwickelt. Diese sind dann in jeder Situation nutzbar, auch in privaten Angelegenheiten
  • Es gelingt besser, die eigene Zufriedenheit und Motivation zu steigern, da jeder Mitarbeiter nur dort eingesetzt wird, wo seine Fähigkeiten am meisten gebraucht werden

Acht verschiedene Tipps für eine nachhaltige Kompetenzumsetzung

  • Leben Sie Ihren Traum! Seien Sie mutig und identifizieren sie das Vorankommen Ihres Unternehmens mit Ihrer eigenen Vorstellung von Leistung. Denn nur Mitarbeiter, die sich voll und ganz für Ihren Arbeitgeber einsetzen, werden zu einem unverzichtbaren Garanten für langfristigen Erfolg.
  • Seien Sie ein Stratege! Wenn Sie wissen wollen, auf welche Kompetenzen es künftig ankommt, sollten Sie sich einmal genauer mit der Strategie Ihres Unternehmens befassen und ein eigenes Kompetenzmodell ausarbeiten, das sie stetig weiterentwickeln, optimieren und Ihren Kollegen zugänglich machen.
  • Kommunizieren Sie!Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeiter immer genau wissen, welche Anforderungen heute und in Zukunft auf sie warten. Machen Sie klar, warum es gerade jetzt darauf ankommt, den nächsten Schritt zu gehen, und wecken gleichermaßen Verständnis sowie Motivation.
  • Planen Sie Veränderungen!Stagnation ist Stillstand, Veränderung ist Leben. Machen Sie sich diese Maxime zu Eigen und überlassen Sie nichts dem Zufall. Denn gerade nachhaltige Veränderungen wollen organisiert und umgesetzt sein. Auch sollten Sie alle beteiligten Mitarbeiter zu gleichen Teilen in die Arbeit einbinden, um auf dieser Grundlage eine individuelle Lernkultur zu schaffen, die allen dabei hilft, sich weiterzuentwickeln.
  • Setzen Sie Rahmen!Auch die besten Entwicklungskonzepte sind wertlos, sofern sie nicht innerhalb eines klar definierten Rahmens ablaufen. Daher ist es unbedingt erforderlich, eine verbindliches Regelwerk zu schaffen, dass für den gesamten Entwicklungszeitraum verbindlich bleibt und jedwede Art von Aktion normiert, mit dem Ziel, ein möglichst hohes Maß an Eigenverantwortung zu gewährleisten.
  • Integration ist der Schlüssel zum Erfolg!Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis müssen sämtliche Maßnahmen in personalrelevante Prozesse implementiert werden. Dazu zählen vor allem Personalauswahl, Nachfolgeplanung, Zielvereinbarungen und Mitarbeitergespräche, Retention– und Risikomanagement, aber auch Unternehmens– und Organisationsentwicklung sowie die strategische Planung.
  • Schaffen Sie Wissen! Stellen Sie Ihren Mitarbeitern Experten zur Seite, die ihnen dabei helfen, sich effektiv aus– und weiterzubilden. Da aller Anfang bekanntlich schwer ist, kommt es vor allem zu Beginn eines neuen Projekts darauf an, Fehler zu vermeiden, um schnell Fortschritte zu erzielen.
  • Kompetenzbasiertes Wissensmanagement als Ziel!Sorgen Sie dafür, das Wissen Ihrer Mitarbeiter so gut wie möglich miteinander zu verknüpfen. Denn nur ein gegenseitiger Austausch ermöglicht es, bestehende Kompetenzen langfristig zu festigen und weiterzuentwickeln.

Zuletzt noch ein abschließender Rat: Denken Sie immer daran, dass es sich bei Kompetenzentwicklungen der Natur der Sache gemäß um einen dynamischen Prozess handelt, der stets gesteuert werden will und Laufe der Zeit verschiedene Phasen durchläuft. Lassen Sie zudem nicht außer Acht, dass es in seinem Verlauf zu grundlegenden Veränderungen der Denk– und Handlungsweise aller involvierten Mitarbeiter kommt. Um diesen Prozess bestmöglich zu managen, sollten also unbedingt genügend Experten hinzugezogen werden.

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