Unwirtschaftliche Prozesse zukunftsfähig machen

Julian Beckers zeigt Automatisierungspotenzial für die Energie- und Wasserwirtschaft auf der E-World 2020 auf

 Energiebranche

Welche Digitalisierungstechnologien stehen der Energiebranche heute zur Effizienzsteigerung zur Verfügung? Antworten auf diese drängende Frage gab Julian Beckers, Managing Director der Weissenberg Group, den Besuchern der europäischen Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft „E-World energy & water“ in Essen am 11. und 12. Februar 2020. Eine wesentliche Technologie im Rahmen der digitalen Transformation stellt auch für die Energie- und Wasserwirtschaft die Robotic Process Automation dar.

Anhand von Praxisbeispielen zeigte der Weissenberg-Manager in seinem Vortrag Möglichkeiten auf, mit denen auch bisher unwirtschaftliche Prozesse und Projekte automatisiert werden können und damit wieder wirtschaftlich und zukunftsfähig werden.

So waren beispielsweise bei der LSW Energie GmbH & Co. KG aus Wolfsburg zwei Mitarbeiter einmal in der Woche 7 Stunden damit beschäftigt, Ratenzahlungsverträge aufgrund rückständiger Ratenzahlungen manuell aufzuheben und den Vorgang an die  Inkasso Abteilung weiterzuleiten. Rund 3.000 Ratenkreditvereinbarungen wurden von den Mitarbeitern pro Jahr auf diese Weise gekündigt. Dabei umfasste jeder Vorgang rund 50 Prozessschritte. Der Einsatz der Weissenberg Methode förderte zutage, dass dieser Prozess nicht nur automatisierbar, sondern die Automatisierung für die LSW auch wirtschaftlich lohnenswert war.

Nach der erfolgreichen Automatisierung des Prozesses durch den Einsatz von Robotic Process Automation prüft der Software-Roboter jetzt tagesaktuell binnen einer Minute, ob der Kunde mit seinen Raten schon länger in Rückstand ist, hebt dann gegebenenfalls den Ratenvertrag auf und übergibt den Vorgang an die Inkasso Abteilung. Sollte der seltene Fall eintreten, dass ein Vorgang nicht automatisiert bearbeitet werden kann, wird jetzt nur noch ein Mitarbeiter benötigt, der den Vorgang dann manuell prüft.

 Julian Beckers

Neben Kernprozessen wie Tarifanpassung, Tarifwechsel, Neukunden-Onboarding und Kündigungen, Zähler-Übernahme durch automatische Kündigung bei anderen Anbietern oder die Verarbeitung und Abrechnung von Zählerdaten gehören auch Backoffice-Prozesse wie Stammdatenverwaltung, Zahlungsverkehr und Belegprüfung, Finanz-Risiko-Kontroll-Prozesse, Einkaufsprozesse wie procure-to-pay, Fehler-Identifizierung bei Kontenzuordnung oder Prüfprozesse im Mahnwesen zu den automatisierbaren Prozessen in Energieunternehmen,“ umreißt Julian Beckers das Automatisierungspotenzial.

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