Was verrät die Körpersprache im Vorstellungsgespräch?

Körpersprache

Das Gefühl kennt wohl jeder von uns: Anspannung, Nervosität und eine gewisse Unsicherheit darüber, was einen im bevorstehenden Vorstellungsgespräch erwartet. Die Körpersprache ist durchaus als Spiegel unseres Gemütszustandes zu betrachten. Unser Gegenüber kann anhand unserer Mimik, der Gestik sowie der Stimmlage schnell erkennen wie wir uns fühlen. Deshalb ist es wichtig, sich vor einem Gespräch einmal mit seiner eigenen Körpersprache zu beschäftigen, um so zu einem möglichst sicheren und entspannten Auftreten zu gelangen. Dieser Beitrag soll Ihnen dabei helfen, den Zusammenhang von verschiedenen Gemütszuständen und Körpersprache zu erkennen. So wird es Ihnen zukünftig möglich sein, Ihre Körpersprache bewusst für sich einzusetzen. Denn erst wenn Sie verstehen, wie Sie sich in bestimmten Situationen mit Ihrer Körpersprache verraten, dann können Sie daran arbeiten, Schwachpunkte zu verbessern.

Körpersprache als Spiegel der Seele

Die Körperhaltung, also die Art und Weise wie wir gehen oder sitzen verrät einiges über unseren Charakter sowie unsere momentane Stimmung aus. Eine entspannte aber dennoch aufrechte Körperhaltung signalisiert Dynamik, Gelassenheit und Selbstbewusstsein. Sitzt man hingegen eingefallen und unruhig auf seinem Stuhl, so ist dies ein klares Zeichen dafür, dass man sich nicht wohlfühlt und seiner selbst auch nicht gerade sicher ist.
Auch das Wegbrechen der Stimme ist ein deutliches Signal für hohe Nervosität und Unsicherheit. Eine ruhige aber dennoch betonte Stimmlage schafft Vertrauen und verleiht dem Gespräch einen angenehmen Rahmen. Da es neben fachlichen Äußerungen in einem Vorstellungsgespräch aber auch zu einem nicht unerheblichen Teil darauf ankommt, wie man sich nach außen gibt, sollten Sie in Ihrem nächsten Gespräch auf folgende Dinge besonders achten.

Zu beachten

Trotz aller Bemühungen, Ihre Körpersprache bestmöglich im Griff zu haben, darf Ihr Gegenüber ruhig eine gewisse Anspannung verspüren. Dies zeigt ihm oder ihr, dass Sie ernsthaftes Interesse an der Stelle hegen und Ihnen der Ausgang des Gesprächs keineswegs gleichgültig ist.
Jeder kennt es: Was mache ich nur mit meinen Händen? Der größte Fehler wäre, die Arme zu verschränken, um so dem „Handproblem“ aus dem Weg zu gehen. Ihr Gegenüber könnte die Haltung als Ablehnung interpretieren. Legen Sie Ihre Hände entweder ruhig auf den Tisch oder auf Ihre Beine.
Ähnlich verhält es sich mit Ihren Füßen. Sie unter den Stuhl zu schieben lässt Sie sehr schüchtern wirken. Andererseits können ausgestreckte Füße auch ein falsches Signal vermitteln, nämlich übertrieben entspannt zu sein. Stellen Sie Ihre Füße also möglichst senkrecht und ruhig auf den Boden.
Im Vorstellungsgespräch sollten Sie darüber hinaus auf einen ausgewogenen Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber achten. Ununterbrochenes Anstarren kann eine sehr unangenehme Wirkung erzeugen. Ein ständiges Ausweichen des Blickes hingegen vermittelt große Unsicherheit und womöglich mangelndes Selbstbewusstsein. Finden Sie einen gesunden Mittelweg zwischen direktem Blickkontakt und gelegentlichem Ausweichen auf andere Orientierungspunkte.
Vermeiden Sie unentwegtes, wildes Gestikulieren zum Unterstreichen Ihrer verbalen Ausführungen. Das erzeugt Unruhe und lenkt im schlechtesten Fall von Ihrer fachlichen Überzeugung ab. Gesten wie eine geballte Faust oder der ausgestreckte Zeigefinger könnten auf eine aggressive oder übertrieben dominante Persönlichkeit schließen lassen. Offene Handflächen und ruhige Bewegungen und Oberkörperhöhe hingegen erwecken den Anschein von Souveränität und innerer Ausgeglichenheit.
Ihre Stimme mit all ihren Facetten ist eines Ihrer wichtigsten Hilfsmittel, um Ihr Gegenüber von sich zu überzeugen. Versuchen Sie daher, Ihre Stimmlage sowie Ihren Stimmklang bewusst zu steuern und einzusetzen. Eine ruhige Bauchatmung verleiht Ihrer Stimme die notwendige Gelassenheit und einen angenehmen Klang. Nervöses Schnappen nach Luft lässt Ihre Stimme wegbrechen und erzeugt Unruhe. Lassen Sie sich Zeit bei Ihren Ausführungen und hetzen Sie Ihr Gegenüber nicht durch das Gespräch.

Übung macht den Meister

Jetzt sagen Sie wahrscheinlich: „Diese Tipps klingen ja alle gut und schön aber wenn ich dann erstmal in einem Vorstellungsgespräch sitze, dann werfe ich sie vielleicht aus Nervosität und Anspannung sowieso wieder über den Haufen.“
Trainieren Sie Vorstellungsgespräche mit Freunden oder der Familie. In vertrauten Umgebungen mit vertrauten Gesichtern lassen sich oben genannte Tipps oftmals besser einstudieren als mit fremden Personen. Zeichnen Sie sie ggf. auf Video auf und analysieren anschließend Ihr Verhalten in bestimmten Situationen.
Vielleicht helfen Ihnen unsere Ratschläge dabei, Ihr nächstes Vorstellungsgespräch erfolgreich zu bestreiten. Wir wünschen Ihnen dafür alles Gute!

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