Welche Grußformeln benutze ich bei einer Bewerbung?

Die Anrede

Manchmal hängt die positive Wirkung von einzelnen Worten ab. Wer bei der Anrede bereits eine plumpe Wortwahl wählt, dessen Bewerbung wird sicherlich gar nicht erst gelesen. Machen Sie auf keinen Fall den Fehler und eröffnen Sie mit einem lockerflockig gemeinten „Hallo“ oder „Hi“. Doch bei jemandem, der auf so eine Idee gekommen wäre, müsste man wohl erst einmal die Unterrichtsinhalte der Grundschule wiederholen. Bei der Anrede wird das gewohnte „Sehr geehrte Damen und Herren“ benutzt — es sei denn, Sie schreiben einer namentlich bekannten Person. Ist Ihnen dieser Name nicht bekannt, dann wäre unter Umständen eine kurze Recherchearbeit sinnvoll, um den Namen des für die Bewerbung zuständigen Mitarbeiters herauszufinden, um diesen konkret anzusprechen — z.B. „Sehr geehrte Frau Rabe“. Diese persönliche Ansprache motiviert zum Weiterlesen Ihrer Bewerbung und außerdem zeigen Sie damit, dass Sie den Aufwand nicht gescheut haben, den Namen von Frau Rabe herauszufinden.

Nachdem Sie in Ihrer Bewerbung beschrieben haben, was Sie an der ausgeschriebenen Stelle reizt und weshalb Sie die richtige Person dafür sind, bieten sich Schlusssätze wie „Gerne möchte ich Sie und Ihr Unternehmen kennenlernen“ oder „Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.“ Welche Wortwahl man hier genau wählt, ist variabel. Man sollte aber grundsätzlich mit dem konkreten Anliegen (also der Bitte nach einem Bewerbungsgespräch) schließen.

Varianten bei der Grußformel am Schluss

  • Hier gilt — und das sollte selbstverständlich sein, dass vermeintlich „coole“ Abkürzungen wie „MfG“ oder „CU“ ein absolutes No-Go sind.
  • Auch das weit verbreitete „Liebe Grüße“ erinnert eher an eine Urlaubspostkarte als an eine seriöse Bewerbung. Geht nicht!
  • Herzlichst“ und „Freundlichst“ sind ebenso problematisch. Es erscheint so, als würden Sie mit Superlativen versuchen die Freundlichkeit Ihrer Aussage zu verstärken. Das wirkt unbeholfen und lächerlich.
  • or einigen Jahrzehnten war die Grußformel „Hochachtungsvoll“ noch weit verbreitet. Heutzutage gilt diese als antiquiert und sollte eher nicht mehr verwendet werden. Überlegenswert wäre dies allenfalls, wenn Sie wissen, dass Sie es mit einer Person zu tun haben, die altmodische Umgangsformen schätzt
  • Schwierig zu bewerten ist der Gruß „Herzliche Grüße“. Viele schätzen diese Grußformel sehr, aber sie wirkt abgenutzt, was dazu führen kann, dass Ihnen das Gegenüber nicht abnimmt, dass Ihre Grüße tatsächlich herzlich gemeint sind. Man schließt Briefe einfach häufig mit diesen Worten, ohne sich darüber Gedanken zu machen.

Weitere Varianten der Grußformel

  • Mit dem Klassiker „Mit freundlichen Grüßen“ kann man im Grunde nichts falsch machen. Wer sich nicht originell hervortun und gleichzeitig vermeiden möchte, mit einer ungewöhnlichen Wortwahl Fehler zu machen, sollte diesen Gruß wählen.
  • Am angenehmsten für den Leser ist es jedoch, wenn Sie etwas von Ihrer persönlichen Originalität in die letzten Worte einbauen, z.B. „Mit besten Grüßen nach Göttingen“. Das sitzt, denn daran sieht das Gegenüber, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und nicht blindlings einen Standard-Gruß geschrieben haben. Noch interessanter könnte es sein, wenn Sie zu dem Ortsnamen ein Attribut kennen, das sich spielerisch in die Grußformel einbauen lässt, z.B. „Mit bestem Gruß in die Stadt, die Wissen schafft“. Indem Sie zeigen, dass Ihnen der Wahlspruch der Stadt Göttingen bekannt ist oder Sie sich zumindest für die Bewerbung näher mit der Stadt beschäftigt haben, bauen Sie einen Hinweis darauf ein, dass Sie eine findige Person sind und Ihnen auch Details wichtig sind.

Hinterlassen Sie einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.